Dolomiti d’acqua – Brücke zwischen Bergen und Lagune

Eine gerade eröffnete Ausstellung erinnert den Besucher an die Schönheit und den Zauber der Dolomiten und schafft auf besondere Art und Weise eine Brücke zu einem weiteren einzigartigen Ort unseres Landes: Venedig und seiner Lagune.

Vom 16. September an kann die Ausstellung „Dolomiti d’acqua – Il viaggio delle pittura dai monti verso Venezia e la laguna“ in Palazzo Crepadona im historischen Zentrum von Belluno besucht werden. Die Ausstellung bildet einen Teil der 20. Edition von Oltre le vette –  Metafore, uomini, luoghi della montagna (Über die Gipfel – Metaphern, Menschen und Orte der Berge) und wurde von den Gemeinden Belluno und San Vito di Cadore iniziiert, wo im August auch eine Vorschau auf die Gesamtausstellung besucht werden konnte.

Die symbolische Beziehung zwischen den Dolomiten und Venedig

Die Ausstellung Dolomiti d’acqua ist konzipiert als eine künstlerische Reise entlang des Piavetals und seiner Hauptzuflüsse, von den Dolomiten bis nach Venedig.

Der Fluss Piave gehörte in den vergangenen Jahrhunderten zu den Hauptwegen, über welche die unterschiedlichsten Handelswaren von den Belluneser Alpen nach Venedig transportiert wurden, darunter nicht zuletzt das Holz, aus welchem die Stadt erbaut wurde. Die Ausstellung nimmt den Besucher mit auf eine Reise durch Zeit und Raum und zeigt zum einen auf, auf welche Art sich unser Landschaftsbild in den letzten Jahrzehnten gewandelt und zum anderen, wie sich der Weg der Künstler die Realität abzubilden am Anfang des 20. Jahrhunderts radikal verändert hat.

Im Vorwort des Ausstellungskataloges schreibt Giovanni Granzotto:

„Die diesjährige Kunstausstellung hat zum Ziel, den Besucher an die wunderbare Schönheit und die Besonderheit dieses einzigartigen Ortes, die Dolomiten, zu erinnern und will zudem eine Verbindung zu einem weiteren einmaligen Ort unseres Landes herstellen: Venedig und seiner Lagune. Es bestand schon immer eine osmotische Verbindung zwischen diesen beiden Welten und so wollten wir mit dieser Ausstellung die Geschichte von über einem Jahrhundert der Liebe zwischen den Künstlern und mindestens einem der beiden Orte erzählen.“

Die ausgestellten Werke

Die ausgestellten Werke zeigen mittels der Bilder einiger der bedeutendsten nationalen Künstler ihrer Zeit wie Guglielmo CiardiLuigi CimaGiorgio De ChiricoFilippo de Pisis, Tancredi Parmeggiani, Fiorenzo Tomea, Virgilio Guidi einen Querschnitt aus den venezianischen Landschaften und der Lebensweise von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum 20. Jahrhundert.

Neben der Hauptausstellung wird den Besuchern in einem Saal des Palazzo Crepadona zudem eine besondere Überraschung geboten: die Ausstellung „Viaggi e sguardi – Acquarelli di montagna tra Otto e Novecento“. Die kleine Ausstellung, welche aus Werken von Belluneser Sammlern besteht, soll eines Tages den Kern eines größeren und einzigartigen Projektes bilden. Es finden sich hier unter anderem Aquarellarbeiten von Compton, Gilbert, Donne und weiterer europäischer Künstler, alle von ihnen von großer Berühmtheit und mit einzigartigem Können.

Die Ausstellung findet statt vom 16. September bis 01. November 2016 in Palazzo Crepadona in Belluno.

Öffnungszeiten der Ausstellung

Dienstag bis Freitag: 10:00 – 12:30 Uhr und 15:30 – 18:00 Uhr

Samstags und vor Feiertagen: 10:00 – 12:30 und 15:30 – 19:00 Uhr

Sonntags und an Feiertagen: 10:00 – 18:00 Uhr

Montag geschlossen außer am Montag, den 31. Oktober

Preise

Regulär 8 Euro

Ermäßigt* 6 Euro

Kostenloser Eintritt für Schulklassen und Kinder von 0 – 11 Jahre

*Ermäßigt

Jugendliche von 12 – 17 Jahre; Studenten mit gültigem Ausweis; Personen über 65 Jahre; zugehörige Unternehmen (laut Liste am Eingang); Gruppen von mind. 20 Personen (1 Begleiter gratis)

Ausstellungskatalog €20,00

Information

Für weitere Informationen über die Ausstellung „Dolomiti d’acqua“ steht die offizielle Website (nur auf Italienisch) zur Verfügung oder:

Tourismusbüro Belluno Tel. 334 2813222; ufficioturistico@fondazioneteatridolomiti.it

Gemeinde Belluno cultura@comune.belluno.it

Bottega del quadro bottegadelquadro@virgilio.it

 


Die „Caminada“ – Ein künstlerischer Spaziergang durch Via Sottocastello

Habt ihr schon mal einen Spaziergang entlang der Belluneser Via Sottocastello gemacht? Wenn nicht, können wir es euch nur empfehlen: die Straße ist gesäumt mit Wandmalereien, die alle ein kostbares verschwundenes Gebäude zum Thema haben. Wisst ihr welches?

Bei der Sanierung der Via Sottocastello hatte man es sich zum Ziel gemacht, die Straße mit Gemälden zu versehen, welche das Gebäude mit dem Namen „CAMINATA“ zum Thema hatten. Das heute nicht mehr bestehende Bauwerk gehörte zu den bedeutendsten Gebäuden in der architektonischen Geschichte der Stadt.

Das fertige Kunstwerk besteht aus fünf Wandgemälden, welche auf verschiedenen Gebäuden in der Straße in kleiner Form realisiert wurden und neben dem genannten Bauwerk auch einige der im Museo Civico erhaltenen Fresken zum Thema haben.

Marta Farina über die in Via Sottocastello abgebildeten Themen

Marta Farina, Kuratorin des Projektes, hat uns im Detail erklärt, welche Themen auf den Wandgemälden der Via Sottocastello abgebildet sind:

Die abgebildeten Themen haben wir offensichtlich anhand der noch erhaltenen Bilder ausgewählt, Bilder die ich während der Nachforschungen über die Caminata in der Stadtbibliothek studiert und aussortiert habe. Das erste Bild, das bedeutendste in der Reihe der umgesetzten Arbeiten, ist eine originalgetreue Reproduktion der Vorzeichnung von Melchior Toller in etwa von 1835 mit dem Namen „Facciata del Palazzo dell’Antico consiglio de’Nobili a Belluno“ („Fassade des Palastes des alten Adligenvorstands von Belluno“).

Bei den vier übrigen Wandgemälden habe ich mich anstatt für eine originalgetreuen Reproduktion ohne jegliche Interpretation der Inhalte für die Abbildung einiger Fragmente von Fresken entschieden, welche im Stadtmuseum aufbewahrt werden. Im Gebäude befanden sich einige Freskenzyklen, umgesetzt von Pomponio Amalteo und Jacopo Da Montagna: von beiden Künstlern ist nicht viel mehr geblieben als einige kleine Fragmente von Wanddekorationen und genau diese Fragmente waren es, die ich auf den Wänden abbilden wollte. Es handelt sich hierbei um menschliche Abbildungen, es werden also die Gesichter und Köpfe von Männern und Frauen abgebildet.

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Das Projekt „La Caminada“ wird unter der Leitung von Marta Farina für die Gemeinde Belluno umgesetzt.

 


Zehn Dinge, die man im Herbst in Belluno machen sollte

So, liebe Freunde von Adorable Belluno, es wird Zeit, den Tatsachen ins Auge zu blicken.

Die Wärme und die Sonne, die diesen Sommer 2015 zu einem so schönen gemacht haben, erscheinen schon jetzt in weiter Ferne. Die Tage werden kürzer, auf der morgendlichen Autofahrt drehen wir die Heizung wieder höher, der Atem wird sichtbar und wir überlegen schon, wann wir das dünne Sommerbett gegen die kuschelige Winterbettwäsche austauschen sollen. Nicht zuletzt der strömende Regen der letzten Tage wird auch die letzten Zweifelnden endgültig davon überzeugen: Wir sind mitten drin im schönen Herbst.

Es wird also Zeit, die dünne Kleidung, die bis vor kurzem euer treuer Begleiter war, bis zu nächsten Jahr zu verräumen und sich wieder warm anzuziehen: Die Zeit ist gekommen für Schals, für bunte Blätter, Kastanien, Sonnenuntergänge wie aus dem Bilderbuch und wärmende Suppen!

Um euch perfekt auf die kommenden Tage einzustimmen, haben wir für euch die berühmten Belluneser Top Ten, diesmal mit den zehn schönsten Dingen, die man im Herbst in Belluno machen kann.

#10 Pasticcini und süßes Kürbisbrot

Wenn es auch nur eine einzige positive Sache an der Herbstkälte gibt dann ist es, dass sie dicke Kleidung verlangt. Was daran gut sein soll, fragt ihr euch? Auf diese Weise bleibt das Speckröllchen, das sich vielleicht nach ein paar mehr herbstlichen Köstlichkeiten gebildet hat gänzlich unbemerkt und der kleine Liebesgürtel wird zu ein einem gut gehüteten Geheimnis einzig zwischen euch und eurem Pullover.

Genießt also die wunderbaren Belluneser Köstlichkeiten, die sich in den unzähligen Bäckereien und Konditoreien der Gegend finden lassen, in vollen Zügen. Und überhaupt, wenn man darüber nachdenkt haben all diese leckeren Süßigkeiten doch eigentlich gar keine Kalorien, solange euch niemand beim Essen zuschaut…

#9 Auf der Suche nach Tannenzapfen

Die Sonntage sind im Herbst die idealen Tage um sich bei einem Spaziergang durch den Wald auf die Suche nach herabgefallenen Tannenzapfen zu machen. Wenn man schon dabei ist, kann man sie zu Hause mit einigen wenigen Handgriffen wunderbar zu einem einzigartigen Accessoire gestalten.

Und es fehlt gar nicht mehr viel und die Kastanien sind außerdem noch der ideale Weihnachtsbaumschmuck.

#8 Hut steht uns gut

Sind wir mal ehrlich: Zu den faszinierendsten Accessoires gehört bei Männern wie Frauen der Hut! Stellt euch Chaplin ohne Melone vor oder Indiana Jones ohne seine Kopfbedeckung mit der breiten Krempe. Doktor Schiwago ohne seinen pelzbesetzten Kosakenhut oder Mary Poppins ohne ihr mit Blumen besetztes Markenzeichen. Der Herbst ist die ideale Jahreszeit, um euer persönliches Lieblingsaccessoire auf dem Kopf perfekt in Szene zu setzen und damit stolz und mit unwiderstehlichem Charme durch die Straßen der Stadt zu spazieren. So kommt ihr gut behütetet durch den Herbst!

#7 Durch das schönste Herbstlaub hüpfen

Machen wir uns nichts vor, auch wenn wir Belluneser nach außen gern die Harten spielen sind auch wir tief in uns gerne nochmal Kind. Gebt es also ruhig zu: Ihr liebt es doch auch, durch das bunte Herbstlaub zu hüpfen, das sich nur jetzt in so schönen Farben und so hohen Bergen zu den Füßen der Bäume sammelt.

#6 Der Halloweenkürbis

Einen Kürbis auszuhöhlen und ihm das schaurig-schöne Grinsen eines Jack O’Lantern zu verleihen, ist keine leichte, aber garantiert lohnenswerte Aufgabe!

Wir möchten euch hier einen „grünen“ Vorschlag machen: Dekoriert den Kürbis von außen und vermeidet so, dass durch das Aushöhlen Essbares weggeworfen wird.

Wollt ihr dem Kürbis eine angsteinflößende Fratze verleihen, macht das ganz einfach mit wasserlöslicher Farbe, so könnt ihr sicher sein, dass das Kunstwerk nicht in das Äußere des orangefarbenen Gemüses eindringt.

#5 Bäume im Museum

Die Bäume sind mit ihrer atemberaubenden Schönheit sicherlich die Hauptprotagonisten dieser Jahreszeit und verleihen unserer Umgebung jetzt ein besonders eindrucksvolles Bild: mit ihren warmen und weichen Farben verschönern sie uns jeden Weg.

Wusstet ihr, dass aktuell eine Ausstellung über Bäume in der Malerei und der Plastik der größten Künstler vom 19. Jahrhundert bis heute läuft?

Die Ausstellung findet statt im Palazzo Crepadona, im Zentrum von Belluno, und trägt den Titel Montage, fiumi e lagune di alberi. Ein wenig Zeit, sie zu besuchen bleibt euch noch: bis zum 1. November. Beeilt euch, es lohnt sich!

#4 Suppen

Suppe ist ein typisch herbstliches Gericht und lässt sich jetzt doppelt genießen: als perfekte Vorspeise sorgt sie sofort für eine gemütliche Atmosphäre und schön heiß gegessen ist sie eine wärmende Gaumenfreunde. In Bezug auf die Zutaten könnt ihr euch nach Lust und Laune austoben! Gemüse, Hülsenfrüchte, Getreide, mit Stückchen, passiert oder als cremiges Püree.

Und hinterher wollen wir das Rezept haben 😉

#3 Waldspaziergänge

Jemand sagte einmal, im Herbst gleiche der Wald einem Brand und an jedem einzelnen Baum ließe sich wie an einem Lagerfeuer die Seele wärmen.

In der Gegend um Belluno sind die Wälder besonders zahlreich und zudem wunderschön: Besonders ans Herz legen möchten wir euch den Bosco delle Castagnie, den Nevegal, den Ortsteil Castion mit Modolo und Pittonzelle, den Boscon und Bolzano Bellunese. Für den Anfang ganz ok, oder?

#2 Kastanien

Keine andere Frucht verbreitet im Herbst so sehr ihr Aroma wie die Kastanie. Sie verströmt nicht nur einen einzigartigen Duft, auch ihre wohlige Wärme und der besondere Geschmack machen sie zu einem unverzichtbaren Begleiter an den dunkler werdenden Tagen. Ihr könnt die Kastanien einfach an den Ständen im Stadtzentrum kaufen oder euch am Sonntagnachmittag selbst auf die Suche nach der wunderbaren Köstlichkeit machen. Die Zubereitung ist in jedem Fall etwas ganz besonderes und wird gemeinsam mit Freunden und vielleicht einem schönen Glas Wein zu einer perfekten Beschäftigung für kühle Herbsttage.

#1 Martinsmarkt

Denkt mal darüber nach: Ist der Markt zu St. Martin nicht das Ereignis, das das herbstliche Belluno am allerbesten charakterisiert?

Die Rede ist von dem Markt, dessen Anfänge bis in das 14. Jahrhundert zurück reichen und der heute dem Schutzheiligen der Stadt gewidmet ist. Bereits einige Tage vor Beginn des Marktes ist die Innenstadt gefüllt von Bildhauern, deren aus Holz geschnitzte Kunstwerke nicht nur für eine besondere künstlerische Atmosphäre sorgen, sondern auch einen einzigartigen Duft verströmen.

Am 14. November 2015 füllt sich das historische Zentrum dann mit einer großen Bandbreite an unterschiedlichsten Verkaufs- und Kastanienständen, Weinverköstigungsmöglichkeiten und dem Antiquariatsmarkt „Cose die vecchie case“. Wir sehen uns dort!

Sind wir mal ehrlich: Es gibt Momente, in denen wir der warmen Jahreszeit hinterher trauern, denn die Gewöhnung an Kälte und kürzer werdende Tage fällt nicht leicht.

Dennoch: Das was den Herbst so besonders macht ist so atemberaubend wie einzigartig. Was gibt es jetzt schöneres, als wenn nach einer Woche voller Regen, Nebel und Feuchtigkeit die Sonne wieder scheint und die Landschaft und die glänzenden Berge in ein einzigartiges Licht taucht und die Sonnenuntergänge uns den Atem verschlagen?

Geben wir es also zu: Auch der Herbst versteht es in Belluno, ganz einfach nur bezaubernd zu sein!

Fotografia di Silvano Fantini


Zehn Dinge, die man nur versteht, wenn man in Belluno aufgewachsen ist

Wenn auch ihr vor einiger Zeit eure Jugend in Belluno und Umgebung verbracht habt, egal ob ihr noch hier lebt oder woanders hin gezogen seid, wenn ihr aber ab und zu durch die Straßen lauft und denkt: „So war das aber zu meiner Zeit nicht“, wenn es in eurer Jugend keine Smartphones, Computer und die unterschiedlichste Technologie gab, wenn euch das Spiel Ròlo etwas sagt und euer liebstes soziales Netzwerk der Liston war, dann ist dieser Artikel hier für euch.

Adorable Belluno ist zurück mit seiner Rubrik „10 Dinge“ und stellt euch heute vor: Zehn Dinge, die man nur versteht, wenn man in Belluno aufgewachsen ist.

#10 San Nicolò

Unvergessen sind bis heute die nicht enden wollenden Tage, in denen man auf die Ankunft des Heiligen Nikolaus gewartet hat. Den gesamten November über bis zum 5. Dezember nahmen die Mütter ihn bei der kleinsten Ungehorsamkeit zur Ausrede und ermahnten ihre Kinder: „ Wenn du nicht lieb bist, kommt der Nikolaus nicht.“

#9 Liston

Ab einem Alter von 12 oder 13, spätestens aber ab dem Moment in dem man sich über die Existenz des anderen Geschlechts bewusst wurde, gab es nichts besseres als den Liston Stunden über Stunden auf und ab zu laufen und die lokale Fauna zu bewundern.

#8 Pannocchie

Eine der gefragtesten sportlichen Betätigungen im Sommer: mit den Freunden vor dem alten Mann mit der Mistgabel flüchten, dem man gerade ein paar Maiskolben geklaut hatte. Geröstet ein wahrer Gaumenschmaus!

#7 Sommer

Im Sommer diente das Zuhause der einen und einzigen Aufgabe, als Aufenthaltsort zum Schlafen zu dienen. Ein eigentlich überflüssiges Accessoire an diesen sorglosen Tagen, gefüllt mit den verschiedensten Spielen mit Freunden auf Wiesen, in Wäldern, auf Plätzen und Hinterhöfen und in den unterschiedlichsten Stadtvierteln.

#6 Sagra die Fisciòt

Das Ereignis des Jahres war das Dorffest. Das Stadtzentrum gefüllt mit Menschen und der verrückteste Trödel in den Verkaufsständen. Eine Pracht an unterschiedlichsten Farben, das beste Kleidungsstück für den besonderen Anlass, das gespannte Warten auf den Ausgang der Lotterie und mit etwas Glück sprang am Ende noch eine Zuckerwatte raus.

#5 Der erste Schnee

Diese Unsicherheit während es mit jedem Tag ein bisschen kühler und dunkler wird und dann endlich ist es so weit: der erste Schnee. Endlich da raus, die perfekten, irre steilen Strecken zum Schlittenfahren finden, nur um mit nassen Füßen und klappernden Zähnen nach Hause kommen. Aber wen interessierte das schon? Die Begeisterung über die rasanten Abfahrten auf dem ersten Schnee war jedes Opfer wert!

#4 Fußballplätze

Spontane Fußballplätze ließen sich an so gut wie jeder Ecke errichten. Einzige Voraussetzung? Eine möglichst gerade Fläche. Die sowie Stöcke, Steine und Schuhe sowie alles andere, das sich zur Kennzeichnung der Tore und der Markierung der Platzgrenzen eignete.

Welcher war dabei der beste Teil der Straße? Egal, die Autos waren wenige und der Fußball heilig: die Autofahrer wussten das und lernten, die Fußballplätze geschickt zu umfahren.

#3 Ohrwürmer

Hebt die Hand, wenn ihr diese Redewendung noch nie gehört habt: für alle, die in der Nähe von Belluno aufgewachsen sind, ist das praktisch unmöglich. Ein Satz, der die perfekte Möglichkeit war, jemanden in ein endloses Gespräch zu verwickeln, ganz nach Art der alten Damen zwischen 70 und 90 Jahren: „Setu fiol che ti bel?“ (frei übersetzt: „Wessen Kind bist du?“) mit anschließender „strucada de ganassa“ (Kneifen in die Wangen).

#2 Ròlo

Das beliebte Spiel das sich zur Osterzeit in allen Hinterhöfen großer Beliebtheit erfreute. Ziel des Spiels war es, das bemalte Ei über das Spielfeld rollen zu lassen, dabei mit dem „chec“ (das Geräusch beim Aufschlag) die Eier der Mitspieler zu treffen und so möglicherweise einen weiteren Schlag zu erzielen.

Die Gleitbahn bestand aus einem sog. „cop“ oder einem Holztisch, der zum Waschen der Kleider verwendet wurde, und die Eier wurden ausschließlich mit natürlichen Mitteln gefärbt: man verwendete dafür beispielsweise Kaffeesatz oder auch Zwiebelschalen.

#1 Piave

Das beliebteste „Schwimmbad“ Bellunos, nicht zuletzt weil umsonst hieß…Piave. Und so machte man sich auf die Suche nach der zum Hineinspringen geeignetsten Stelle und schon konnte der Badespaß in den immer kalten Gewässern beginnen!

Halten wir es mit Worten Palahniuks: „Der Hauptgrund dafür, dass die Menschen die Dörfer verlassen ist, damit sie davon träumen können, in sie zurück zu kehren. Und wer da bleibt, tut es deshalb, damit er vom Weggehen träumen kann“ und stellen fest, dass es gar nicht mal so schlecht war, in Belluno aufzuwachsen.

Was denkt ihr dazu? Erzählt es uns


El caregon del Padre Eterno

Heute möchten wir euch neben der Entstehungsgeschichte der Dolomiten auch die eines der schönsten Berge der Welt erzählen. Wollt ihr wissen welcher es ist? Dann lest einfach weiter.

Nachdem Gott den größten Teil der schönsten Orte der Welt erschaffen hatte, stieg er selbst auf die Erde hinab, um sie aus nächster Nähe zu bestaunen.

Überall ging er hin, von den tiefsten Tälern zu den höchsten Gipfeln und erfreute sich an der Schönheit der mächtigen Flüsse, der kleinen Bäche, der Bäume und Wiesen, der buntesten Blumen und der Wellen, die sich aufbäumten an den Küsten der großen Ozeane.

So ging er und ging und für seinen letzten Besuch sparte er sich Italien auf: Er wusste schon, dass dies der Ort werden würde, an dem der Nachfolger des Apostels Petrus seinen Platz haben würde (Wie konnte er es nicht wissen? Er weiß alles) und so entschied er sich, um diese wunderschöne und doch so verletzliche Halbinsel mächtige Barrieren zu errichten. Von drei Seiten umgab er die Halbinsel mit Wasser, da er sie aber nicht vollständig isolieren wollte, krönte er sie im Norden mit einer Bergkette.

Und so entstanden sie, die Seealpen, die Ligurischen Alpen, die Cottischen, die Grajischen, die Walliser, die Rätischen Alpen und so fort. Der liebe Gott hatte viel zu tun mit der Errichtung der Berge und als er an das Ende seiner Arbeit kam, hielt er einen Moment inne, um sein Werk zu betrachten. Er sah die Berge in all ihrer Schönheit vor sich: Wie majestätisch war er, der Mont Blanc, wie imposant das Matterhorn! Aber dennoch fühlte er, dass seine Arbeit noch nicht ganz beendet war: Er wollte etwas noch schöneres, noch majestätischeres erschaffen.

Von dieser Idee der Schönheit getrieben, gab er den neu entstehenden Bergen die unterschiedlichsten Formen. Er errichtete sie aus einem magischen Material welches, wurde es von der Sonne beschienen, das Licht in rosanen Farben reflektierte und, wurde es vom wiederum vom Mond beschienen, den Himmel in ein silbernes Licht tauchte.

So arbeitete der liebe Gott einen Tag lang ohne Unterlass: Er versah die Berge mit spitzen Gipfeln voller Felsnadeln und Kämme und beschloss, ihnen den Namen Dolomiten zu geben.

Am Abend war der liebe Gott sehr erschöpft und beschloss, sich auszuruhen: er schaute sich um und wo immer her hin schaute, sah er nur scharfe und unbequeme Spitzen. Und so kam es, dass er den einzigen ihm noch verbleibenden Berg in Form eines Stuhls errichtete: den Monte Pelmo, gelegen fast im Zentrum dieses großen Amphitheaters der Berge, von welchen Norditalien umschlossen wird.

Nun konnte der liebe Gott seine Arbeit endlich genießen: er hatte zweifellos eine wunderschönes Werk vollbracht. Müde und zufrieden schlief er ein und als er erwachte war er für einen Moment versucht, die Form des Monte Pelmo doch noch an die der anderen Berge der Dolomiten anzupassen. Aber dann dachte er bei sich, dass der Berg auch so wie er war wunderschön war. Und dass die Menschen sich beim Anblick dieses Berges und seiner außergewöhnlichen Form vielleicht an Ihn erinnern und ihm ein Gebet aussprechen würden.


Die Legende vom Mazarol

Heute wollen wir euch ein spannendes Märchen über eine der ungewöhnlichsten Persönlichkeiten der Belluneser Kultur erzählen: die Rede ist vom Mazarol.

Wer der Mazarol ist? Er ist ein schelmisches Wesen, das die grünen Wälder der Dolomiten bewohnt. Er ist rot und hüpft in den Waldlichtungen umher und erscheint immer in genau dem Moment, wenn man am wenigsten mit ihm rechnet. Er trägt außerdem türkisfarbene Kleidung, einen roten Spitzhut und Holzschuhe und wird man von ihm berührt, so fällt man in einen Zustand des Vergessens.

Aber was ist der Grund, dass der Mazarol bei den Bellunesern so berühmt ist?

Wir verraten es euch, macht es euch bequem und lest seine schöne Geschichte.

Es war einmal ein wunderschönes Mädchen, das in einem kleinen Dorf im Valbelluna lebte. Eines Tages beschloss das Mädchen, in den Wald zu gehen, um dort die saftigen, reifen Früchte zu sammeln. Zufällig setzte das Mädchen seinen Fuß genau in einen Fußabdruck des Mazarol und bevor das Mädchen es sich versah wurde es von einer unsichtbaren Macht dazu gebracht, bis zu einer kleinen Höhle durch den Wald zu laufen.

Im Inneren der Höhle war der Mazarol, der das Mädchen, ganz so als hätte er auf es gewartet, sofort begrüßte und sich ihm näherte: Er schaute ihm direkt in die Augen und pustete ihm sanft ins Gesicht. Daraufhin vergaß das Mädchen alles, was es gewusst hatte: woher es kam, wer seine Eltern waren, seinen Namen und seine Vergangenheit.

So vergingen die Monate und das Mädchen verbrachte seine Tage damit, die Höhle zu putzen und rein zu halten und im Gegenzug lehrte der Mazarol das Mädchen in der wertvollen Kunst der Käseherstellung. Zunächst zeigte er ihm, wie man Butter herstellte, dann Ricotta, und an einem anderen Tag schließlich, wie Käse hergestellt wurde. So verging die Zeit und aus dem Mädchen wurde zu einer exzellenten Käserin.

Eines Tages beschloss der Mazarol, dass es Zeit wäre, dass das Mädchen ihm auch bei der Bewirtschaftung der Weiden half: Er führte es nach draußen auf die Bergweiden und trug ihm auf , die Tiere zu hüten und gut aufzupassen, nicht ein einziges von ihnen aus den Augen zu verlieren. Und so spazierte das Mädchen, glücklich wieder im Freien zu sein, hinter den Herden, bis es einen Felssprung erreichte, von welchem aus sich das gesamte Tal überblicken ließ. Könnt ihr erraten, was nun geschah? Sobald das Mädchen sein Dorf erblickte, erinnerte es sich an alles und der Zauber war gebannt. Es erkannte die Kirche, sein Haus, die Wiesen, den Dorfplatz und mit all dem kamen auch die Erinnerungen an seine lieben Eltern und seine Freunde in aller Klarheit zurück.

Sofort rannte das Mädchen los, ohne auf die verzweifelten Rufe des Mazarol zu hören, der wie ein Verrückter schrie, das Mädchen aufzuhalten. Um es zu überreden doch umzukehren, versprach das Männchen, dem Mädchen auch beizubringen, wie man der Molke das Wachs entziehen konnte, doch das Mädchen ließ sich nicht mehr aufhalten und rannte nur noch, um seine Lieben wieder in den Armen zu haben.

Als es in seinem Dorf ankam erzählte es von seinem unglaublichen Abenteuer und es wurde ein großes Fest zu seinen Ehren abgehalten. Und dann brachte das Mädchen den Dorfbewohnern die Käseherstellung bei: Butter, Käse, Ricotta und all die typischen, köstlichen Produkte der Dolomiten.

Und wie entzieht man nun der Molke das Wachs, fragt ihr euch? Wir können es euch nicht sagen, denn wir wissen es auch nicht. Das einzige, was wir euch als Entschädigung anbieten können ist, ein schönes Stück Belluneser Käse zu essen!


Zehn Dinge über Belluno, die ihr vielleicht noch nicht wusstet

Seid ihr gelangweilt davon, in Belluno immer nur die gleichen Sachen zu sehen und zu erleben?

Kennt ihr bereits alle Haupattraktionen der Stadt und möchtet jetzt die wahren Besonderheiten, die echten Geheimnisse von Belluno erleben?

Für all jene, die nicht aus Belluno kommen und die Stadt zum ersten Mal besuchen, aber auch für jene, die die Stadt ihre neue Heimat nennen oder vielleicht sogar hier geboren sind, Belluno aber möglicherweise nicht so gut kennen, wie Sie vielleicht glauben.. hier sind die zehn Dinge, die ihr vielleicht noch nicht wusstet über dieses Adorable Belluno.

Die Rubrik Zehn erzählt euch von den wahren und echten Kostbarkeiten, welche euch garantiert einen völlig neuen Blick auf diese schöne Stadt geben werden. Gefüllt mit faszinierenden Geschichten und so überraschenden wie nicht selten unterhaltsamen Hintergründen.

#1 Eine Frage der Perspektive

Eines der schönsten Panoramen auf das historische Zentrum von Belluno bietet sich beim Herabsteigen der Via San Lucano und dabei in Richtung Palazzo Doglioni Dalmas blickend: Von hier wendet man den Blick normalerweise fast automatisch nach rechts, wo die Weite des Piave sich in ihrer gesamten Schönheit bewundern lässt.

Aber probiert doch einmal aus was passiert wenn ihr euch an dieser Stelle, völlig unerwartet, stattdessen in die andere Richtung dreht? Dann werdet ihr einen Herrn entecken, der sich hier niedergelassenen hat, um nichts anderes zu tun als ein Buch zu lesen: Die Rede ist von der Büste des Andrea Alpago, Humanist des 16. Jahrhunderts und Übersetzer des ‘Kanon der Medizin’ von Avicenna, ein Standardwerk der medizinischen Ausbildung in Europa.

#2 Geheimnisvolle Reliquien

Im Inneren des Doms von Belluno wird seit dem Jahr 1471 die sogenannte Heilige Dornenkrone aufbewahrt, deren Legende besagt, dass sie aus der Dornenkrone Jesu stammt.

Aber damit nicht genug des Mysteriums: Die Reliquie ist praktisch unerreichbar. Sie ist eingeschlossen in einen Tabernakel, welcher sich nur mit Hilfe von fünf Schlüsseln öffnen lässt, die seit den Zeiten der Renaissance jeweils fünf unterschiedlichen Bewohnern der Stadt Belluno anvertraut werden.

#3 Deutsche Einflüsse

Habt ihr schon einmal innegehalten, um den Glockenturm von Santo Stefano zu bewundern? Und ist euch dabei nichts Sonderbares aufgefallen?

Werft beim nächsten Mal einen Blick auf das Zifferblatt: Es ist, nach deutschem Vorbild des 15. Jahrhunderts, in vierundzwanzig Stunden unterteilt.

#4 Namen

So bekannt wie die tragische Geschichte des Bosco delle Castagne im allgemeinen ist, so unbekannt sind den meisten der Belluneser die Namen der zehn getöteten Partisanen, die am 10. März 1945 erhängt wurden. Deshalb wollen wir ihrer hier noch einmal gedenken: Mario Pasi, genannt “Montagna”, Giuseppe Santomaso, genannt “Franco”, Marcello Boni, genannt “Nino”, Francesco Bortot, genannt “Carnera”, Pietro Speranza, genannt “Portos”, Giuseppe Como, genannt “Penna”, Ruggero Fiabane, genannt “Rampa”, Giovanni Cibien, “Mino”, Giovanni Candeago, genannt “Fiore” sowie ein französischer Soldat man heute leider nicht mehr weiß, als dass er den Namen Joseph trug.

#5 Ein heiliges Kino

Das Cinema Italia in der Via Garibaldi ist von einstmals mindestens fünf Kinosälen im Zentrum der Stadt der einzige erhaltene. Erbaut wurde er im Jahr 1926 an genau der Stelle, an der sich einst die antike Kirche S. Maria Nova befunden hatte, erbaut 1326 und zerstört vermutlich zu Napoleons Zeiten.

#6 Gewagter Einschub

Zwischen Via Mezzaterra und Santa Maria die Battuti befand sich, etwas versteckt am Ende einer Stiege, bis zum Jahr 1958 ein gern besuchtes casa chiusa. Dieses Sündenhaus gehörte zu den unzähligen Motiven im Disput zwischen Feltre und der Hauptstadt: Die Bewohner von Belluno verspotteten die Einwohner der Stadt Feltre mit der Behauptung, in Belluno würde man sich vergnügen, während man sich in Feltre mit dem provinziellen Irrenhaus zufrieden geben musste.

Und so konnte man bis vor nicht allzu langer Zeit in den Straßen der Innenstadt singen hören: “E in mezzaterra l’è la zia Pina/ l’è la rovina di noi alpin“ („Und in der Mezzaterra wohnt Tante Zia/ sie ist unser Ruin“).

#7 Beliebte Kastanien

Habt ihr euch je gefragt, wieso die Kastanien in Belluno so beliebt sind? Weshalb sie in so gut wie jedem Rezept vorkommen, ob süß oder salzig, roh oder gekocht, gehackt, zerdrückt, getrocknet, mit Milch oder vermischt mit Gewürzen? Der Grund liegt darin, dass die Kastanie bis zum Ende des 18. Jahrhunderts, noch bevor die Kartoffel aus Amerika kam, als „Brot der Armen“ das Grundnahrungsmittel war.

#8 Primaten

Ippolito Caffi ist ein weltberühmter Maler, im Jahr 1809 in Belluno geboren. Habt ihr gewusst, dass er einer der ersten Künstler war, die das neue Leben in den Städten, das zunächst Laternen und später Gaslampen den Einwohnern brachten, auf Leinwand festhielten?

#9 Französische Überbleibsel

Porta Dojona ist ein Überrest des altes Mauersystems, von welchem die Stadt Belluno einst umgeben war. Wisst ihr auch, woher sein Name kommt? Er stammt vom nahe gelegenen Wachtturm, im Französischen dojon. Eine weitere Besonderheit: die wohlhabende Belluneser Familie, die mit der zivilen Verteidigung der Stadt betraut war, trug den Namen Doglioni: wie durch einen Zufall ist die Wortherkunft die gleiche.

#10 Die Sintflut

Der Name Gusela de Vescovà bedeutet übersetzt “Bischofsnadel”; wie viele sicherlich wissen, handelt es sich hierbei um eine schmale, lange Gesteinsformation, welche vom Tal aus betrachtet tatsächlich an die Form einer Nadel erinnert. Was ihr womöglich noch nicht wusstet ist, dass laut der Legende der mystische Gusela niemand geringerem als Noah mit seiner Arche als Ankerplatz diente. Nicht schlecht, oder?


Zehn perfekte Spaziergänge im Frühling

Die schönste Jahreszeit zum Spazierengehen in Belluno ist der Frühling: Zu dieser Jahreszeit hat man die perfekte Möglichkeit, neue Wege zu entdecken oder die bereits bekannten zu begehen und dabei einmalige Panoramen zu bewundern und sich durch ihr für die Jahreszeit einzigartiges Farbenspiel begeistern zu lassen.

Gründe, aus dem Haus zu gehen und einen ausgiebigen Spaziergang zu machen, gibt es unzählige: Spazierengehen ist nicht nur gut für die Gesundheit sondern auch für Herz und Gemüt. Sicher, ab und zu fällt es nicht leicht, den eigenen Schweinehund zu überwinden, besonders dann, wenn man nicht weiß, welche Art von Abenteuer da auf einen wartet.

Aber von heute an sind die Sorgen zumindest diesbezüglich Geschichte! Adorable Belluno ist zurück mit seiner Rubrik Zehn und hat für jeden von euch den perfekten Weg im Gepäck.

Es gibt es keine Ausreden mehr: Die Laufschuhe an und raus aus dem Haus!

#Neugierige: Ihr geht gern spazieren, das aber am liebsten in der Stadt. Ihr entdeckt gern versteckte Ecken im Stadtzentrum, ohne euch dabei aber mit den üblichen Zielen zufrieden zu geben. Hier ist unser Vorschlag genau für euch: ein Spaziergang zwischen dem historischen Zentrum von Belluno und der Gegend um den Piave. Von der Piazza der Martiri aus geht Ihr in Richtung Piazza Santo Stefano und nehmt die auf den Borgo Prà führende Treppe. Von dort spaziert ihr entlang des Piaveufers bis ihr den Borgo Piave erreicht, wo ihr die Ponte della Vittoria überquert und über die Stufen von Sottocastello zurück auf die Piazza dei Mariti gelangt. Ungefähre Gehzeit: Eine Stunde. Unvergessliche Augenblicke garantiert.

#Romantiker: Der Evergreen unter den Spaziergängen für Verliebte: die Chiesetta San Liberale. Man erreicht sie von Cusighe aus in etwa einer halben Stunde entlang einer ansteigenden Straße. Einmal oben angekommen trocknet ihr euch den Schweiß von der Stirn und überhäuft euch mit den schönsten Liebesbekundungen.

#Musikliebhaber: Ihr habt noch nie ein Konzert im Bus del Buson, dem natürlichen Auditorium von Belluno, angehört? Falls nicht, dann empfehlen wir es euch wärmstens: es ist ein einzigartiges Erlebnis. Wie man hin kommt? Von einem Parkplatz aus gelangt ihr auf den zum Rifugio VII Alpini (Monte Schiara) führenden. Dieser ist einfach zu begehen, aber der steilere Rückweg etwas anstrengend. Wir empfehlen zudem, den Gehweg nicht zu verlassen. Ungefähre Gehzeit: Anderthalb Stunden. Unser Rat: Am Bus del Buson angekommen stimmt ihr ganz langsam euer Lieblingslied an. Eine atemberaubende Geräuschkulisse.

#Sportliche: Wanderung vom Nevegal zum Rifugio Visentin (1764 m), ideal für Sportliebhaber und mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden perfekt für jeden Geschmack und selbst höchste Ambitionen. Vom Rifugio La Casera aus geht es über das Rifugio Bristot bis zum Rifugio Visentin. Zurück kehrt man über den gleichen Weg. Unterwegs bieten sich zahlreiche Möglichkeiten zum anhalten, ausruhen und sich stärken.

#zur Einstimmung: Es ist nicht so, dass Spazierengehen euch nicht gefällt, aber es macht euch mehr Spaß, wenn ihr wisst, dass ihr am Ende der Anstrengung mit dem perfekten Relaxprogramm belohnt werdet. In diesem Fall nehmt ihr den Weg für “Neugierige” wie oben beschrieben bis zur Ponte della Vittoria. Dort überquert ihr die Rotunde der Brücke und nehmt die Treppen, die euch zum rechten Ufer des Piave bringen. Habt ihr die “Piave Beach” genannte Gegend einmal erreicht, dann könnt ihr anhalten um ein Nickerchen zu machen, eine Runde Volleyball zu spielen, euch zu sonnen oder um ein Buch zu lesen. Ungefähre Gehzeit: Eine Stunde. Ungefähre Aufenthaltszeit: Unbekannt.

#geschichtlich Interessierte: ein ruhiger Spaziergang im Zeichen der historischen Ereignisse, die die Geschichte der Stadt Belluno geschrieben haben. Ziel? Der Bosco delle Castagne, Ort des Blutbades durch die Nationalsozialisten am 7. März 1945. Ausgangsort ist Vezzano nahe der Chiesetta San Sebastiano: Von hier führt ein Weg bis hin zum Bosco delle Castagne, von wo aus man bis Tisoi, Bolzano Bellunese weitergehen und anschließend auf dem gleichen Weg zurückkehren kann. Ungefähre Gehzeit: Anderthalb Stunden.

#Naturliebhaber: der ultimative Weg für eine besinnliche Atmosphäre. Von Salce über Giamosa nach Sois: Ihr stellt das Auto am Einkaufszentrum von Salce ab und, habt ihr einmal die Straße überquert, bewegt euch entlang des Feldes die Straße hinauf Richtung Giamosa. Der Weg führt bis zu eurem Ziel Sois entlang charakteristisch gesäumter Wege. Ungefähre Gehzeit: 1 Stunde und 15 Minuten.

#Städter: der charakteristische Weg entlang des Liston. Lasst euch während des Spazierganges durch Belluno versuchen von Eisdielen, Bäckereien und den Vitrinen voller Schokolade. Befriedigt eure Sinne und bestaunt die unzähligen Monumente auf den Piazzen des Stadtzentrums. Vorschlag: Mit einem Stadtführer in der Hand erkennt man alles noch klarer. Und mit einem Eis im Bauch wird es doppelt so schön.

#Gestresste: ihr fühlt euch ausgelaugt, nervös und könnt einfach nicht mehr? Statistiken beweisen es: Spazierengehen in der Natur reduziert das Stresslevel und verbessert das mentale Befinden ebenso wie das physische. Ganz zu schweigen von einer ordentlichen Portion frischer Luft für klare Gedanken. Wir schlagen euch einen Spaziergang nach Modolo vor, im Ortsteil Castion: eine grüne, aussichtsreiche und beruhigende Umgebung. Ungefähre Gehzeit: Anderthalb Stunden.

#Adrenalinjunkies: das perfekte Ziel für euch? Der Gipfel des unangefochtenen Herrschers von Belluno: der Monte Serva. Los geht es am Col di Roanza (845 m), von hier aus geht es hinauf bis zur Mündung in den Weg Nr. 517. Hier begebt ihr euch in Richtung der Hütte Pian die Fioc (1740 m) und gelangt von dort über die chrakteristischen halb-vertikalen Grasflächen bis zum Gipfel (2133 m). Ungefähre Gehzeit: Dreieinhalb Stunden. Der Weg ist steil und anstrengend. Ein Grund, ihn trotzdem auf sich zu nehmen? Ein atemberaubendes 360°-Panorama. Über euch nur noch der Himmel, dazu ein Gefühl der totalen Freiheit. An klaren Tagen kann man von hier aus sogar das Meer sehen.

So, jetzt ist es an euch, mit den vorgeschlagenen Wegen zu experimentieren. Wir sind sie alle schon begangen. Und ihr, welchen findet ihr am spannendsten?